Sylt zum dritten Mal (Bericht von Willi Kaup)

Erstes Mal: wunderbares Segelwetter

Zweites Mal: Sturm ohne Ende

Drittes Mal: Sylt ist immer eine Reise wert!

Schon die Überfahrt mit dem Shuttle oder Fähre ist ein Erlebnis. Im Hafen Hörnum angekommen, stehen schon die Helfer bereit, um die Cats über die Kaimauer zu wuchten, entweder mit dem Kran oder in Einzelteile. Ein Reifen wird eingebuddelt, der Cat daran gebunden und schon beginnt der Urlaub. Addy sorgt für das leibliche Wohl und Holger für den Rest: Zeltplatz, Womoplatz, Strom, Wind und vieles mehr.

Am ersten Wochenende standen die 60 Meilen vor Sylt an. Der Wind war segelbar und man startete zu zweit im Beachstart. In der Windabdeckung von Sylt war die See schön ruhig, aber bei der Druchfahrt zwischen Amrum und Sylt schlugen die Wellen hoch. Ich habe lange gebraucht mich an die Wellen zu gewöhnen. Bei jeder Wende habe ich auf eine kleine Welle gewartet und dann stundenlang auf einem Bug. Vor mir zog dann Jens den Spi und ich habe mich gefragt: "Wo der wohl hin will!"

Dann habe ich sie auch gesehen, die Wendeboje dicht unter Land. Die Wendeboje wurde in großem Bogen umrundet, da Strömung und Welle einen schnell versetzen kann und eine Tonnenberührung möglich ist. Mit achterlichem Wind ging es zurück nach Hörnum. Was ich nicht wollte, war bei dieser Welle und dem Wind den Spi ziehen, aber wenn die Gegner hinter einem ihn ziehen, bleibt einem Regattasegler keine Wahl (oder doch ?). Nach dem ich das Ufer im Hafen erreicht hatte, haben helfende Hände den Cat zum Liegeplatz gezogen. Ich hätte es nicht mehr allein geschafft.

Die 60 Seemeilen waren aber noch nicht geschafft, und so ging es am nächsten Tag wieder raus, um den Rest abzusegeln.

Die Tage zwischen den Wettfahrten sind eigentlich die schönsten. Man segelte je nach Wind und Wetter z.B. nach Rantum zum Mittagessen, zu den Seehundbänken oder rund Amrum zum Eisessen. Die Abendregatta mußte wegen des starken Windes ausfallen.

Zum zweiten Wochenende kamen noch ein paar Cats, die die Up and Down - Kurse mitsegeln wollten. Die Bedingungen sollten gut sein, so daß möglichst viele Läufe gestartet werden sollten. Beim Rausfahren zur Regattastrecke drehten schon einige um, denen es zu viel Wind war. Der Kurs war gut ausgelegt, so daß die Wettfahrten in einer Stunde bewältigt waren. Die Mittagspause wurde dann allen Seglern gerecht. Danach wurde die Regattabahn in die Abdeckung der Insel verlegt, um weniger Wellen zu haben. So ging dieses Wochenende bei blauen Himmel und viel Wind zu Ende. Der Wind hatte aufgefrischt, so daß die Siegerehrung am Sonntag auf der Bühne des Hörnumer Hafenfestes bereits um 11.oo Uhr stattfinden konnte.

Danke an Holger und dem gesamten SCC-Team für diese tolle Veranstaltung.

Mit freundlichem Gruß Willi