• Christoph Beinlich

Landesjugendmeisterschaft Schleswig-Holstein 2007 (Bericht von Christph Beinlich)

Am 16.07.2007 sollte es dieses Jahr überraschend auf Sylt mit der LJM Schleswig-Holstein losgehen. Wegen der gut durchdachten Organisation gab es für die Jugendlichen bereits ein Wochenende zuvor bei der Super Sail Sylt Regatta die Möglichkeit, das Revier für die anschließende LJM kennen zu lernen.

Dieses Angebot ließen auch wir uns natürlich nicht entgehen und packten bereits am Freitag Segelsachen und Hobie um über Dänemark mit der Fähre nach Sylt zu fahren. Schon am Morgen der Abreise merkten wir schnell, dass super Wetter auf uns warten würde. Unsere Unterkunft war, wie für alle Jugendlichen, die wollten, in einem Raum genau unter dem Dach des Vereinsgebäudes. Und damit der erste Schock!!! Wir mussten all unsere Sachen die vielen Treppen hoch tragen. Naja, da muss man durch und bei der Abreise ließen sich die Taschen auch problemlos einfach über das Geländer auf die Wiese werfen. Hiermit gleich ein großes Dankeschön von allen Jugendlichen an den SCC für unseren Schlafplatz (deutlich angenehmer als ein Zelt).

Als nächstes standen wir vor der Aufgabe unseren Hobie mit dem Kran über die Kaimauer zu heben. Gott sei Dank konnten wir bei Ulf schon mal zugucken und es erwies sich auch für Halbstarke als durchführbar. Schnell hatten wir das Boot dann fertig und waren bereit für die Übungsregatta. Wir haben sofort gemerkt, dass diese auch nötig war, denn die Strömung hatte es vor Hörnum echt in sich.

Am Sonntag und Montag trudelten dann auch die letzen Jugendlichen ein und auch der SCC war mit vier Booten stark vertreten. Gleich am ersten Segeltag wurden wir aber wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt -> Kein Wind. Der erste Lauf wurde verkürzt und das war’s dann auch. Der Rest des Tages bestand aus: Rauspaddeln/Segeln, merken der Wind reicht nicht, wieder reinschleppen und weiter warten. Wir als Jugend waren ziemlich genervt und standen kurz vor der Meuterei, die allerdings nur daraus bestand, auf dem Wasser eine Elf-Boote (alle Teilnehmer) lange Reihe zu basteln und mit der Strömung zu treiben. Nicht zu vergessen, dass wir bei dem Wetter schokobraun geworden sind. Die Regattaleitung hat zwar ihr Möglichstes getan um uns starten zu lassen, doch leider schaffte es bei dem Wind keiner gegen die Strömung auch nur über die Startlinie zu fahren. Der Tag wurde dann mit nur einem Lauf beendet und lief für die meisten schlechter als erwartet, uns eingeschlossen. Naja, kann nur besser werden hofften wir und bei einem gemeinsamen Abendessen und einem Kinobesuch einiger Jugendlicher stieg die Stimmung dann auch wieder.







Am Abend gab es eine Beachparty, mit viel Bier und nur einer Bitte an Petrus: Mehr Wind für morgen!!! Unser Wunsch sollte Befehl sein, nur, dass es für die Regattaleitung mit ca. 6-7 Bft zu viel zum anschießen war. Tja man konnte es uns nicht recht machen. Viele fuhren trotzdem raus, denn so ein Spaß konnte man sich nicht entgehen lassen. Allerdings mussten wir zugeben, es hat ordentlich gehackt. Am letzten Tag hatten wir Glück (besonders wir beide), denn es hat ziemlich gewindet und es wurde angeschossen. Beste Bedingungen für alle Teams, die etwas mehr Gewicht auf die Waage bringen, wie wir. Trotz eines Fehlstarts konnten wir im ersten Lauf noch einen zweiten Platz belegen und das war gut so, denn den anfänglichen sechsten Platz wollten wir nicht so stehen lassen. Zur zweiten Wettfahrt können wir nur sagen: „Hendrik und Madeleine, so einen Zweikampf auf dem Zielschenkel haben wir noch nie erlebt.“ Haben wir es doch tatsächlich geschafft uns sechsmal gegenseitig zu überholen. Dass es um den ersten Platz ging spielte hierbei gar keine Rolle, es ging um den Spaß und außerdem konnten wir selber nicht sagen, wer nun zuerst über die Ziellinie segelte. Das Start-/ Zielschiff gab uns als Sieger an und die Freude war groß. Wir segelten insgesamt vier Wettfahrten am letzten Tag und die allerletzte Wettfahrt sollte im gesamten Feld noch so einiges entscheiden. Durch eine Kenterung in dieser Wettfahrt landeten wir leider insgesamt einen Punkt hinter Hendrik und verpassten damit den Gesamtsieg.

Hendrik Plate und Madeleine Scherer wurden also Landesjugendmeister, der Vizeplatz ging an uns und die Gewinner des letzten Laufes, Jascha Netz und Dennis Honselmann, wurden gesamt Dritte. Dies war ein SCC-Team.



Wir glauben aber, wir können stellvertretend für alle Jugendlichen sagen, dass die Plätze nur zweitrangig für diese LJM waren, denn auf Grund der super Organisation, dem tollen Wetter und allen freundlichen Helfern waren es 3 sehr sehr gelungene Tage.

Ein großes Dankeschön hierfür an den SCC von uns. Auch noch bedanken möchten wir uns ganz speziell bei Holger Povel, der durch starkes persönliches Engagement für jeden Einzelnen für uns da war und als Ansprechpartner persönlich sowie telefonisch erreichbar war. Vielen Dank Holger, du hast das klasse gemacht - mit dir immer wieder gerne. Einen Dank auch noch mal von den Jugendlichen, die private 16er oder Vereinshobies zur Verfügung gestellt bekommen haben. Dies hat ihnen ermöglicht an der LJM teilzunehmen und es hat geklappt genug Boote für eine Meisterschaft zusammen zu bekommen.

Have a Hobieday Gruß Christoph Beinlich und Sarah Schütte

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